Marxism. Dieser Name ist uns für das Trio eines Saxophonisten eingefallen, der so seine ihm längst gebührende Aufmerksamkeit erlangen soll. Jeff Marx war einverstanden. Warum der zupackende Tenorsaxophonist mit dem virilen Sound noch immer als Geheimtipp gehandelt wird, zählt zu den großen Rätseln der Jazzgeschichte. Immerhin hat der Marx aus Chicago schon an der Seite von Eddie Henderson, Donald Byrd, Jim Pepper, Ira Coleman, Reggie Workman oder Dave Douglas denkwürdige Akzente gesetzt. Nun kommt Jeff Marx erstmals mit einem hochkarätigen Trio nach Österreich, dem mit John Esposito nicht nur einer der originellsten, aus der Neuen Musik konvertierten Jazzpianisten (Quintett Second Sight mit u.a. Dave Douglas), sondern auch ein gefragter Komponist und Arrangeur und ein vielseitiger Musikproduzent mit eigenem Plattenlabel angehört. Schlagzeuger Jeff Siegel schließlich ist dem Grazer Publikum von vielen Konzerten mit anderen Bands her schon ziemlich vertraut (Lee Shaw Trio, Stevens, Siegel & Ferguson, Jeff Siegel Quartet).


